GCJZ Minden

Buber-Rosenzweig- Medaille


Herzlich willkommen auf der Website der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden.
Sie wurde 1960 als 20. von heute insgesamt 83 christlich-jüdischen Gesellschaften in Deutschland gegründet.


Liebe Mitglieder und Freundinnen und Freunde der GCJZ, interessierte Leser unserer Seite
ich freue mich, Ihnen unser neues Programm für das erste Halbjahr 2016 mit Gedenkveranstaltungen, Vorträgen, Ausstellungen, kulturellen Veranstaltungen und Exkursionen vorstellen zu können. Besonders dankbar bin ich, dass am 27. Januar als Zeitzeugin Dagmar Lieblová aus Prag bei uns zu Gast sein wird, die die Inhaftierung in den KZ Theresienstadt, Auschwitz und Bergen-Belsen überlebte. Wir haben sie bei unserer Exkursion zur KZ-Gedenkstätte in Terezin/Theresienstadt und der Enthüllung der dortigen Gedenktafeln für die Opfer aus Minden und Petershagen im Jahr 2014 kennen gelernt. Ihre Lebenserinnerungen werden mit Unterstützung der AG Alte Synagoge Petershagen, dem Bergmann Verlag und der GCJZ Minden erstmals in deutscher Sprache als Buch erscheinen und am 27. Januar vorgestellt. Für die Kooperationen bei diesem Programm mit der AG Alte Synagoge, der Offenen Kirche St. Simeonis, dem Kath. Bildungswerk, der Stadt Minden, den Mindener Schulen und dem Petershäger Gymnasium sind wir sehr glücklich sowie für die besondere Unterstützung durch Kirchengemeinden und ganz besonders durch die Jüdische Kultusgemeinde Minden und Umgebung.
Wir freuen uns sehr, wenn die Veranstaltungen Ihr Interesse finden und Sie auch Freunde und Bekannte dazu einladen. Mit herzlichem Gruß im Namen des Vorstandes

Bernhard Speller,
Ev. Vorsitzender und Geschäftsführer





Woche der Brüderlichkeit 6. - 16. März 2016

Woche der Brüderlichkeit vom 6. - 16. März 2016

Sonntag, 6. März
16 Uhr Eröffnungsfeier zur Woche der Brüderlichkeit — „Um Gottes Willen“
Grußwort: Bürgermeister Michael Jäcke
Eröffnungsrede: Pfr. i.R. Dr. Heinrich Winter, (bis 2006 geschäftsführender Vorsitzender der GCJZ Minden e.V. und ehem. Pfarrer an St. Martini, Musik: Oliver Krüger (Cello)
Großer Rathaussaal Minden

Dienstag, 8. März „Pädagogische Konzepte zum Holocaust in Israel und Deutschland“

19.30 Uhr Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Herausforderungen für die nachfolgenden Generationen. Referentin: Tara Schuch, AGASP, mit anschließender Diskussion.
Kooperation der AG ASP und der GCJZ
Saal der Toleranz, Jüdische Kultusgemeinde Minden, Kampstr. 6. Eintritt frei.

Donnerstag, 10. März
19.30 Uhr, „Ebbes jo dajtsch und ebbes nit dajtsch“ - Etwas ja Deutsch und etwas nicht Deutsch. Geliebt und verachtet: Die Umwertungen des Jiddischen. Vortrag von Berndt Strobach, Wolfenbüttel
Kooperation der AG ASP und der GCJZ
Saal der Toleranz, Jüdische Kultusgemeinde Minden, Kampstr. 6. Eintritt frei.

Sonntag, 13. März
11.15 Uhr Sonntagsmatinee zur Woche der Brüderlichkeit mit dem Reinhold-Quartett (Musiker des Gewandhausorchesters Leipzig) und Almut Preuß-Niemeyer
Klarinettenquintette von W. A. Mozart und M. Reger
Ständersaal im Preußenmuseum Minden

Christlich - Jüdische Gemeinschaftsfeier 201616 Uhr zum Abschluss der Woche der Brüderlichkeit u.a. mit Rabbiner Ephraim Yehoud-Desel, Pfarrer Bernhard Speller... Musik: Preisgekrönte Schülerinnen und -Schüler von Almut Preuß-Niemeyer sowie auch als Kantor: Ephraim Yehoud-Desel
Ev.-ref. Petrikirche Minden, Ritterstraße 5-7

Mittwoch, 16. März
19.30 Uhr "Ein christliches Ja zum jüdischen Nein - Fruchtbarer Dissens über Jesus Christus"
Referent: Prof. Dr. Hanspeter Heinz, bis 2005 Professor für Pastoraltheologie an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Augsburg, seit 1974 Leiter des Gesprächskreises „Juden und Christen“ beim ZdK. Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille 2015
Kooperation der GCJZ und des Kath. Bildungswerkes
Vortragssaal im Haus am Dom, Kleiner Domhof, Minden

Lebenserinnerungen des Hans Bradtmüller

Hans Bradtmüller (1927-2010)

„12 Jahre – Die Lebenserinnerungen des Mindeners Hans Bradtmüller“.
Unter diesem Titel sind nun gerade im Bergmann Verlag die seine Aufzeichnungen als Buch erschienen.
Herausgegeben wird das Buch von der AG Alte Synagoge Petershagenund der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V.
Der Verfasser Hans Bradtmüller (1927-2010), langjähriges Mitglied des GCJZ Minden e.V. entstammt einer christlich –
jüdischen Familie in Minden. Aus der Altersrückschau stellt er in seinen Erinnerungen das Schicksal seiner Familie vor, die stark gefährdet war und nur mit viel Glück überlebte. Die Alltagsgeschichte während der NS-Zeit in Minden wird von ihm hier anschaulich verdeutlicht. Es war Hans Bradtmüller ein großes persönliches Anliegen, seine Erinnerungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, Die Publikation ist für die Rekonstruktion des Mindener Alltags und des Umgangs mit der jüdischen Minderheit während der NS-Zeit sehr bemerkenswert und zeigt auch das Nebeneinander von
Denunziation, Verunglimpfung, Verfolgung aber auch Hilfsbereitschaft. Hans Bradtmüller überlebte gemeinsam mit seiner Mutter den Holocaust, weil sie bis Kriegsende in Stemmer von einer Familie versteckt wurden.
Joachim Radi aus Minden wird aus dem Buch lesen.

Das Buch wird am Freitag, 25. Septmber um 19 Uhr im
Kulturzentrum Altes Amtsgericht Petershagen vorgestellt.
Mindener Straße 16 , 32469 Petershagen
Eintritt ist frei.

Das Weiterleben der Ruth Klüger

Renata Schmidtkunz (rechts) im Gespräch mit Ruth Klüger

Auf Einladung der GCJZ Minden und in Kooperation mit der Offenen Kirche St. Simeonis wurde im November 2013 der Film "Das Weiterleben der Ruth Klüger" der Journalistin, Regisseurin und bekannten ORF-Moderatorin Renata Schmidtkunz gezeigt. Während des Evangelischen Kirchentages in Hamburg hatte der Film seine Deutschland-Premiere. Bei der Auffühung in Minden war Renata Schmidtkunz selbst zugegen und stellte sich dem Gespräch über ihren Film.

(siehe Näheres unter Pressespiegel und Archiv)

Christlich-Jüdische Gemeinschaftsfeier

v.l.n.r.: Superintendent Jürgen Tiemann, Kantor Jakow Zelewitsch, Pfr. Wolfgang Ricke, Niklas Lämmel, Johannes Fendel, Clara Le Guellec; Harald Scheurenberg, Pfr. Bernhard Speller, Propst i.R. Paul Jakobi.

Minden. Die Woche der Brüderlichkeit ging am 18. März mit einer Christlich-Jüdischen Gemeinschaftsfeier zu Ende, zu der die Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in die Ev.-ref. Petrikirche Minden eingeladen hatte. Nach einer ersten Feier, die im vergangenen Jahr anlässlich der in Minden stattgefundenen Bundeseröffnung der Woche der Brüderlichkeit, wurde angeregt, doch in Zukunft auch regional so eine Gemeinschaftsfeier auszurichten. Und die zahlreichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieser gemeinsam von Juden und von evangelischen und katholischen Christen gestalteten Feier. gaben diesem Ansinnen Recht. Mit dabei waren auch drei Jugendliche, die als Freiwillige einen Dienst der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste antreten werden. In einem Interview am Ende der Feier schilderten Clara Le Guellec, Johannes Fendel und Niklas Lämmel, dass sie nach dem Abitur ab September für ein Jahr in Tschechien und Polen je einen Friedensdienst in Budweis, Auschwitz und Theresienstadt leisten werden. Siehe auch unter Aktuelles

Eröffnung der WdB 2012 am 11. März 16 Uhr

Am 11. März 2012 referiert die Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW, Frau Angelica Schwall-Düren, SPD, zum Thema "In Verantwortung für den Anderen"- 60 Jahre Woche der Brüderlichkeit in Deutschland.
Beginn der Veranstaltung ist um 16 Uhr im Großen Rathaussaal Minden. Der Landrat des Kreises Minden-Lübbecke Dr. Ralf Niermann wird ein Grußwort sprechen. Das Chörchen der St. Mariengemeinde MInden unter Leitung von Jochen Grunwaldt wird die Feierstunde musikalisch umrahmen.

Vorstand neu gewählt

Der neue Vorstand 2012-2014 vl.n.r.: Kristin Blank, Dr. Reimund Renner, Sarah Cohen, Pfr. Bernhard Speller, Johanna Teichmann.

Bei der Jahreshauptversammlung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V. im Februar wurde wie alle zwei Jahre der Vorstand gewählt. Als Nachfolgerin für den im vergangenen Jahr verstorbenen jüdischen Vorsitzenden Kurt Scheurenberg wurde Sarah Cohen gewählt. Seit einigen Jahren ist sie bereits stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinden Minden und Umgebung. Wieder gewählt wurden der evangelische Vorsitzende und Geschäftsführer Pfr. Bernhard Speller sowie Dr. Reimund Renner (katholischer Vorsitzender), Kristin Blank
(Schriftführerin) und Johanna Teichmann (Schatzmeisterin).

Ausstellung des NS-Völkermordes an Sinti und Roma

Donnerstag, 6. Sept. Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma
19.30 Uhr Ausstellungseröffnung mit Grußworten von Michael Buhre (Bürgermeister),
Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrates der Sinti und Roma),
Oswald Marschall, (Verein Deutscher Sinti e. V. Minden), Christoph Ruffer (Pfarrer St. Martini), Dr. Gregor Rosenthal, Bündnis für Demokratie und Toleranz, Sigrid Beer MdL Musikalische Umrahmung: Laura Marschall (Klavier) anschließend gegen 20.30 Uhr Führung durch die Ausstellung
Referent: Dr. Silvio Peritore, Heidelberg
Die Ausstellung wurde ermöglicht durch „Lokaler Aktionsplan Minden“
Minden – Für Demokratie und Vielfalt e.V.

St. Martinikirche Minden, Martinikirchhof
Die Ausstellung ist bis zum 3. 10. täglich von Mo - Fr von 10 bis 18 Uhr
und Sa von 10 bis 13 Uhr zu sehen

Woche der Brüderlichkeit 2011

Bundesministerin Leutheusser-Schnarrenberger

bei der Stolpersteinverlegung 2011 in der Kampstraße MT-Foto: Jürgen Langenkämper

Zentrale Bundeseröffnung in Minden am 13. März 2011
Übertragung in der ARD

Bei der feierlichen Eröffnung werden im Stadttheater Minden sprechen:
Hannelore Kraft
Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen
Michael Buhre
Bürgermeister der Stadt Minden
Pfarrer Ricklef Münnich
Ev. Präsident des Deutschen Koordinierungsrates
Die Buber-Rosenzweig-Medaille
wird verliehen an Dr. Navid Kermani

Laudatio: Sergey Lagodinsky
Moderation: Anna Planken, WDR
Musikalische Beiträge:
Anton Sjarov mit „Dorado Vagabundi“
Dr. Massoud Atai

Anschließend lädt die Ministerpräsidentin
des Landes Nordrhein-Westfalen zu einem
Empfang ein.


Gelungene Auftaktveranstaltungen

Bereits am 11. und 12. März waren viele Gäste zu den Auftaktveranstaltungen nach Minden gekommen. Oft fanden sie in den Veranstaltungsräumen kaum Platz. Bereits am Freitagmittag hielt der Buber-Rosenzweig-Preisträger Dr. Navid Kermani im Mindener Herdergymnasium vor mehren hundert Schülen und Gästen einen bemerkenswerte Lesung aus seinem Buch "Wer ist wir? Deutschland und seine Muslime".

Am Freitagabend war dann die Mindener Synagoge bis zum letzten Platz gefüllt, als Rabbiner Dr. Henry Brandt und Kantor Nicola David den Gottesdienst zum Beginn des Schabbat gestalteten. Beim anschließenden Kiddusch im Martinihaus nebenan saßen Gäste, Mitglieder der Jüdischen Gemeinde und mehrerer christlicher Gemeinden Mindens bei angeregten GEsprcähen zusammen.

Der Samstag beagnn mit dem Gottesdienst zum Schabbat in der Synagoge.
Um 11 Uhr wurde im Gerichtszentrum Minden die Ausstellung "Anwalt ohne Recht" durch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eröffnet. An einer anschließeden Stolpersteinverlegung nahm sie dann ebenfalls teil. iAußer in Minden wurden an diesem Tag in Overstädt und Petershagen wurden ebenfalls von Gunter Demnig weitere Solpersteine verlegt.

Der Samstagnachmittag gehörte dem diesjährigen Preisträger Navid Kermani. Im großen Rathaussaal referierte er sehr eindrücklich über das Thema "Europas Grenzen?"

Am frühen Samstagabend war dann die Christlich-Jüdische Gemeinschaftsfeier mit Erzbischof Hans-Josef Becker, Rabbiner Henry Brandt und Präses Alfred Buß in der evangelisch-reformierten Petrikirche Minden. Vor über dreihundet Teilnehmern betonten alle drei Redner die besondere Bedeutung des "Aufeinander hören und Miteinander leben". Von großer Schönheit war die musikalische Gestaltung, besonders die gemeinsamen Gesangsbeiträge vom Kantor der jüdischen Gemeinde Augsburg Nicola David und dem Kammerchor St. Marien Minden unter Leitung von Kantor Andreas Mitschke.

Am Abend des Samstages gab noch zwei weitere Angebote. Ein Vortrag von Prof. Dr. Arno Herzig über Minden in der deutsch-jüdischen Geschichte. Zugleich spielte die Tucholsky-Bühne Minden das Stück: Das Tagebuch der Anne Frank, das besonders eindrücklich gespielt wurde und die Zuschauer sehr bewegte. Besonders die Darstellung der Anne Frank durch Nurhan Bro in der Titelrolle und Wolfgang Tieben als Otto Frank überzeugten und ließen mit den anderen Darstellern vergessen, dass es sich hier um eine Theateraufführung handelte.

Rahmenprogramm zur WdB 2011

Am 13. März 2011 findet in Minden die zentrale Eröffnung der bundesweiten Woche der Brüderlichkeit statt. Wir können nun das Programm der Woche und ein Rahmenprogramm mit über 50 Veranstaltungen vorstellen, dass von der GCJZ MInden, vielen Kulturschaffenden, Kirchen, Vereinen und mit großer Unterstützung der Stadt Minden zusammengestellt wurde. Ausstellungen, Vorträge, Konzerte, Führungen, Gottesdienste, Aktionen und Begegnungen die alle unter dem diesjährigen Thema "Aufeinander hören - Miteinander leben" zusammengefasst wurden.
Das Programm liegt in vielen Mindener Einrichtungen und Instutionen aus, es kann bei uns angefordert werde, oder sie können es direkt hier ansehen und herunterladen: rahmenprogrammwdb2011.pdf [2.003 KB]

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Studieren des Programms und freuen uns, wenn die Veranstaltungen Ihr Interesse finden. Herzlich möchten wir Sie zu den verschiedenen Anlässen in diesem kommenden Monaten nach Minden oder in die benachbarten Orte einladen und würden uns glücklich schätzen, Sie hier begrüßen zu können.

Woche der Brüderlichkeit 2011

Bundesministerin Leutheusser-Schnarrenberger

bei der Stolpersteinverlegung 2011 in der Kampstraße MT-Foto: Jürgen Langenkämper

Zentrale Bundeseröffnung in Minden am 13. März 2011
Übertragung in der ARD

Bei der feierlichen Eröffnung werden im Stadttheater Minden sprechen:
Hannelore Kraft
Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen
Michael Buhre
Bürgermeister der Stadt Minden
Pfarrer Ricklef Münnich
Ev. Präsident des Deutschen Koordinierungsrates
Die Buber-Rosenzweig-Medaille
wird verliehen an Dr. Navid Kermani

Laudatio: Sergey Lagodinsky
Moderation: Anna Planken, WDR
Musikalische Beiträge:
Anton Sjarov mit „Dorado Vagabundi“
Dr. Massoud Atai

Anschließend lädt die Ministerpräsidentin
des Landes Nordrhein-Westfalen zu einem
Empfang ein.


Gelungene Auftaktveranstaltungen

Bereits am 11. und 12. März waren viele Gäste zu den Auftaktveranstaltungen nach Minden gekommen. Oft fanden sie in den Veranstaltungsräumen kaum Platz. Bereits am Freitagmittag hielt der Buber-Rosenzweig-Preisträger Dr. Navid Kermani im Mindener Herdergymnasium vor mehren hundert Schülen und Gästen einen bemerkenswerte Lesung aus seinem Buch "Wer ist wir? Deutschland und seine Muslime".

Am Freitagabend war dann die Mindener Synagoge bis zum letzten Platz gefüllt, als Rabbiner Dr. Henry Brandt und Kantor Nicola David den Gottesdienst zum Beginn des Schabbat gestalteten. Beim anschließenden Kiddusch im Martinihaus nebenan saßen Gäste, Mitglieder der Jüdischen Gemeinde und mehrerer christlicher Gemeinden Mindens bei angeregten GEsprcähen zusammen.

Der Samstag beagnn mit dem Gottesdienst zum Schabbat in der Synagoge.
Um 11 Uhr wurde im Gerichtszentrum Minden die Ausstellung "Anwalt ohne Recht" durch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger eröffnet. An einer anschließeden Stolpersteinverlegung nahm sie dann ebenfalls teil. iAußer in Minden wurden an diesem Tag in Overstädt und Petershagen wurden ebenfalls von Gunter Demnig weitere Solpersteine verlegt.

Der Samstagnachmittag gehörte dem diesjährigen Preisträger Navid Kermani. Im großen Rathaussaal referierte er sehr eindrücklich über das Thema "Europas Grenzen?"

Am frühen Samstagabend war dann die Christlich-Jüdische Gemeinschaftsfeier mit Erzbischof Hans-Josef Becker, Rabbiner Henry Brandt und Präses Alfred Buß in der evangelisch-reformierten Petrikirche Minden. Vor über dreihundet Teilnehmern betonten alle drei Redner die besondere Bedeutung des "Aufeinander hören und Miteinander leben". Von großer Schönheit war die musikalische Gestaltung, besonders die gemeinsamen Gesangsbeiträge vom Kantor der jüdischen Gemeinde Augsburg Nicola David und dem Kammerchor St. Marien Minden unter Leitung von Kantor Andreas Mitschke.

Am Abend des Samstages gab noch zwei weitere Angebote. Ein Vortrag von Prof. Dr. Arno Herzig über Minden in der deutsch-jüdischen Geschichte. Zugleich spielte die Tucholsky-Bühne Minden das Stück: Das Tagebuch der Anne Frank, das besonders eindrücklich gespielt wurde und die Zuschauer sehr bewegte. Besonders die Darstellung der Anne Frank durch Nurhan Bro in der Titelrolle und Wolfgang Tieben als Otto Frank überzeugten und ließen mit den anderen Darstellern vergessen, dass es sich hier um eine Theateraufführung handelte.