Januar
Konzertabend
Freitag, 20. Januar 2012, 20 Uhr
Einlass ab 19.30 Uhr
Eintritt frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten
Ess is gewen a sumertog
Das Wilnaer Ghetto im Spiegel seiner Lieder
Roswitha Dasch (Geige, Gesang), Ulrich Raue (Klavier, Arrangements)
Die Wuppertaler Musikerin Roswitha Dasch ist mehrfach nach Wilna (Vilnuis) gereist, um vor Ort mit Zeitzeugen zu sprechen und historische Hintergrundinformationen zur Geschichte des Ghettos in Erfahrung zu bringen.
So entstand eine Text-Musik-Collage, die anhand von Zeitzeugenberichten, wichtigen historischen Ereignissen und vor allem durch jiddische Lieder die Lebenssituation der jüdischen Bevölkerung im Wilnaer Ghetto in den Jahren 1941-1943 dem Zuhörer auf eine sehr eindringliche Art näher bringt. Diese Lieder wurden von jüdischen Komponisten und Dichtern im Ghetto verfasst und von Ulrich Raue für die Besetzung Gesang, Violine und Klavier arrangiert.
Roswitha Dasch und Ulrich Raue lassen Musik erklingen, die den Menschen im Ghetto trotz aller Trauer und Verzweiflung immer wieder Mut und Hoffnung gegeben hat.
Ev.-ref. Petrikirche Minden, Ritterstr. 5-7
Freitag, 27. Januar 2012, 18.30 Uhr
Gedenken in Petershagen zum Holocaust-Gedenktag
Ausstellungseröffnung "Der Soldat Tolkatchev an den Toren zur Hölle".
Die von Yad Vashem konzipierte Ausstellung zeigt Reproduktionen von Gemälden und Zeichnungen des russisch-jüdischen Soldaten und Künstlers Zinovii Tolkatchev (1903-1977). Er begleitete 1944/45 als offizieller Illustrator die Rote Armee bei der Befreiung der Konzentrationslager Auschwitz und Majdanek. Seine Erlebnisse hielt er unmittelbar in emotionalen Zeichnungen und Bildern fest und bringt so die Wirklichkeit dieser Zeit zu Tage. Die Feststellung: "Ich tat, was ich tun musste, ich konnte es nicht lassen. Mein Herz befahl es, mein Gewissen verlangte es.", stammt von ihm. Gleich nach dem Krieg wurden seine Zeichnungen als Alben veröffentlicht und erregten große Aufmerksamkeit, besonders in Polen. In der damaligen Sowjetunion jedoch fiel der Künstler Tolkatchev in Ungnade und wurde von den stalinistischen Behörden wegen seiner Werke als "Pro-Nationalist", "Zionist" und "Anti-Kommunist" verfolgt.
Die Ausstellung ist eine Kooperation der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V. und der GCJZ Minden e.V.
Begegnungsstätte Altes Amtsgericht Petershagen, Mindener Str. 16,
Die Ausstellung ist vom 27. Januar bis 19. Februar 2012 zu sehen. Eintritt frei.
