GCJZ Minden

Herzlich willkommen auf der Website der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden, die 2010 ihr fünfzigstes Gründungsjubiläum begeht. Sie wurde 1960 als 20. von heute insgesamt 83 christlich-jüdischen Gesellschaften in Deutschland gegründet (mehr unter "Aktuelles").
Hier können Sie sich über unsere Veranstaltungen in den kommenden Monaten sowie über zurückliegende
Aktivitäten, den Verein und sein Anliegen als solches informieren, den Mitgliedsantrag ausfüllen oder uns kontaktieren.

Pfarrer Bernhard Speller, geschäftsführender Vorsitzender



Preisträger und Jahresthema 2011 stehen fest

Navid Kermani Foto: (c) Villa Massimo

Navid Kermani Preisträger 2011 der Buber-Rosenzweig-Medaille


Bonn/Minden. Der Deutsche Koordinierungsrat der 83 Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR) hat am vergangenen Sonntag den Preisträger für die seit 42 Jahren verliehene Buber-Rosenzweig-Medaille bekannt gegeben: Es ist der deutsch-iranische Schriftsteller und promovierte Islamwissenschaftler Navid Kermani. Der Preis wird im Rahmen der bundesweiten und zentralen Eröffnungsveranstaltung zur "Woche der Brüderlichkeit" am 13. März in Minden verliehen. Die Stadt an der Weser war im Jahr 1968 der Ort, an dem die Buber-Rosenzweig-Medaille erstmals vergeben wurde. Preisträger waren Prof. Dr. Friedrich Heer (Wien) und Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Marquardt (Berlin).
Der aus dem Iran stammende und in der Bundesrepublik Deutschland geborene Navid Kermani ist der erste Muslim, der die Buber-Rosenzweig-Medaille erhält. "Diese Entscheidung steht für die Überwindung von Gräben zwischen den Religionen, für Toleranz und gegenseitige Achtung", stellt Bürgermeister Michael Buhre in einer ersten Stellungnahme heraus. Sehr positiv sei in Minden auch das jetzt offiziell bekannt gegebene Thema 2011 "Aufeinander hören - Miteinander leben" für die Woche der Brüderlichkeit aufgenommen worden. Minden verstehe sich als lebendiger "Ort der Vielfalt", in dem Menschen aus mehr als 100 verschiedenen Ländern friedlich miteinander leben, so Buhre.
Der Deutsche Koordinierungsrat würdigt mit der Auszeichnung Kermanis intensive Auseinandersetzung mit der eigenen islamischen Religion, Kultur und Tradition, die er in ein nicht weniger intensives Gespräch mit dem Christentum und dem Judentum einbringt. Sein gesellschaftliches Engagement für einen Dialog der Religionen und Kulturen, in dem die Unterschiede und religiösen Identitäten nicht eingeebnet, sondern in gegenseitiger Toleranz bewahrt und gestärkt werden, verdiene Anerkennung.
Navid Kermanis Werben um ein Verständnis von Integration, bei dem es um gegenseitige Akzeptanz durch besseres Verständnis und gegenseitige Kenntnis der kulturellen und religiösen Unterschiede geht, sei maßgebend. Seine Überzeugung, dass Dialog und Integration in einem zusammenwachsenden Europa nur in einer an den Werten der Aufklärung orientierten, pluralen Gesellschaft und auf dem Boden eines demokratischen Staatswesens gelingen können, sei vorbildhaft, so der DKR.

Kurz: Kermanis sensible, aber gleichwohl entschiedene Einmischung in den gesellschaftlichen Diskurs und sein kraftvolles Plädoyer als deutscher Schriftsteller für eine respektvolle Begegnung zwischen Andersgläubigen und Andersdenkenden stellt eine im Sinne von Buber und Rosenzweig vorbildhafte Verkörperung des Jahresthemas 2011 der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit dar: „Aufeinander hören – Miteinander leben“.

Neuer Vorstand

Der neue Vorstand: v.l. B. Speller, K. Scheurenberg, Johanna Teichmann,Kristin Blank, Dr. R. Renner.

Am 2. März 2010 fand im Saal der Toleranz die diesjährige Mitgliederversammlung statt, bei der auch der Vorstand der GCJZ gewählt werden musste. Zum neuen katholischen Vorsitzenden wurde Dr. Reimund Renner gewählt. Aus gesundheitlichen Gründen kandidierte Hans Breitkopf-Hosse nicht ereut. Der jüdische Vorsitzende Kurt Scheurenberg und der evangelische Vorsitzende und Geschäftsführer Bernhard Speller wurden in ihren Ämtern bestätigt. Zur Schatzmeisterin wurde Johanna Teichmann gewählt, die dieses Amt seit einem Jahr kommissarisch versah. Kristin Blank wurde als Schriftführein wiedergewählt.

Termin der WdB 2011 um eine Woche verschoben

Zentrale Bundeseröffnung nun am 13. März 2011 in Minden

Die Woche der Brüderlichkeit 2011 wird vom 13. - 20. März stattfinden. Die traditionell am ersten Wochende im März beginnende Woche wurde vom Deutschen Koordinierungsrat verschoben, da der urprünglich geplante Beginn 6. März 2011 einen Tag vor dem Rosenmontag ist. Das Karnevalswochenende mit dem Programm der Woche der Brüderlichkeit zu verbinden stellt vor allem die Christlich-Jüdischen Gesellschaften im Rheinland und anderen Karnevalshochburgen vor besondere Probleme.

Die zentrale Bundeseröffnung 2011 findet deshalb nun nach Absprachen zwischen der GCJZ Minden, der Stadt Minden und dem Deutschen Koordinierungsrat am 13. März im Mindener Stadttheater statt